Mein Planvorschlag vor Projektbeginn hatte folgende Phasen: 1. Fokusgruppen -- initiales Ermitteln von Anforderungen 2. MockUp-Entwurf und -Tests -- Alternativen für Einzelseiten 3. Prototyp-Entwurf und -Test -- eine komplette Site ohne vollständige Daten 4. Machbarkeit -- Zusammen mit dem Dez. Planung wird die Funktionaltiät festgelegt 5. fertiges System: Implementation und Abschluss-Test Mein Betreuer fügte noch eine Restmängel-Besetigung nach dem Abschluss-Test hinzu. Außerdem meinte er, insgesamt drei Tests sind zuviel für die teilnehmenden Anwender. Also legten wir die MockUps und den Prototypen zusammen. Dabei fiel leider die explizite Machbarkeitsanalyse unter den Tisch, was ich später noch bereute! Beim Vorbereiten der Fokusgruppen hatte ich die Idee, von den Teilnehmern einen Fragebogen zu den Altsystemen beantworten zu lassen. So können wir uns in den Fokusgruppen mit dem neuen beschäftigen und ich bekomme trotzdem Informationen zur Nutzung in der Vergangenheit. (Eigentlich war es sogar so gedacht, dass die Fragebögen dazu dienen, die Nutzer in Gruppen einzuteilen. Ich entschied mich dann aber für die Aufteilung in Mitarbeiter und Studenten.) Der Plan zu Projekt-Beginn: 1. Fragebögen 2. Fokusgruppen 3. MockUp/Prototyp-Entwurf 4. MockUp/Prototyp-Test 5. Implementation 6. Abschluss-Evaluation 7. Restmängel-Beseitigung Während ich nach Teilnehmern für die Fokusgruppen suchte, entdeckte ich eine dritte Nutzergruppe: technische und administrative Uni-Mitarbeiter im Umkreis des Dezernats Gebäude und Technik (DGT). Da diese ganz individuelle Bezüge zur Raumplanung haben, führte ich drei Einzelinterviews und ein Kurzgespräch mit vier verschiedenen Mitarbeitern durch. Bei der Erstellung der MockUps wollte ich zuerst ich die Grundstruktur der Website notieren und die Zusammenhänge zwischen den Seiten beschreiben. Daraus ist dann ein Benutzerschnittstellenmodell mit 6.5k Wörtern geworden. Die Implementation war von Anfang an nicht als Teil des Medienprojektes vorgesehen. Ich hatte aber - ebenfalls von Anfang an - das Ziel eine implementations-fähige Konzeption zu entwickeln. Nicht nur theoretisch implementationsfähig, sondern mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass es realisiert wird. Ich hatte deswegen öfter Fragen an Frau Barthel und die Bildungsreferenten. Bei einer Besprechung im Dezernat für Planung konnten wir uns nicht so richtig verständigen, wie die Koordination ablaufen soll. Der Dezernent wollte "Anforderungen der Studenten". Wir einigten uns, dass ich dem Dezernat die fertige Spezifikation übergebe und dann entschieden wird, was implementiert wird. Hier tauchte also der Punkt "Machbarkeit" wieder auf. Ich stellte fest, dass ich die ganze Zeit unbewusst von der Machbarkeitsfrage beeinflusst war! Gemeinsam mit meinem Betreuer legte ich fest, dass das Projekt (wie anfangs für die ersten Phasen geplant) ohne Rücksicht auf Dez. Planung und Machbarkeit durchgeführt werden soll. O-Ton einer Vereinbarung: > Es wird ein umfangreicher MockUp-Test durchgeführt und eine > vollständige Spezifikation geschrieben und mit einem durchgängigen > MockUp-Prototypen illustriert. Das wird dem Dez. Planung übergeben > und ist zugleich Ergebnis des Medien-Projekts. Also ist der Plan: 1. Fragebögen 2. Fokusgruppen / Interviews 3. Benutzerschnittstellenmodell MockUp-Entwurf 4. MockUp-Test 5. Spezifikation, bestehend aus - Strukturbeschreibung/Grobkonzept - funktionaler Beschreibung/Feinkonzept - vorgegebenen Layouts Diesen Plan machte ich, als ich gerade in Punkt 3 war, und es blieb dann auch dabei. (Grob- und Fein-Konzept sind allerdings ein einziges Dokument. Es ist so geschrieben, dass man die Details abschnittsweise überspringen kann.)