Vorbemerkung: Seit der FG mit den Mitarbeitern hatte ich mit schon Gedanken über die Realisierung gemacht. In die MockUps sollen ja nur Vorschläge einfliessen, die auch realisierbar sind. Und gerade bei der Erstellung von Stundenplänen (ob nun für Mitarbeiter, Fachgebiete oder Studenten) kann der Aufwand durch zusätzliche Funktionen sehr schnell steigen. Daher hatte ich mir zum Ziel gesetzt gerade bei den Stundenplänen, Features von der Gruppe zu bekommen, die unbedingt realisiert werden sollen. Wie sich später herausgestellt hat, gibt es bei den Studenten nicht so ein "unbedingt" wie bei den Mitarbeitern. Sie nehmen, was sie kriegen :-) Ausserdem hat mich das Modell, das ich vom eVV bereits hatte, ziemlich eingeengt. Zum Verlauf: Es waren drei Teilnehmer pünktlich (die Herren) und drei verspätet (die Damen ;-). Als der fünfte da war, fing ich mit der Einführung an. Beim zweiten FlipChart kam der letzte. Die Vorstellungsrunde lief gut, meine drei Fragen haben "funktioniert", auch wenn Björn sich einbildete eine vergessen zu haben. In der ersten Runde, wollte ich das machen, was bei den Mitarbeitern die zweite Runde (und die erste geklückte) war: Sichten sammeln, die vom eVV angeboten werden sollen. Ich habe bei den Studenten keinen kleinen Zettel verwendet, weil ich annahm, sie haben alle ähnliche Erfahrungen. Stattdessen nahm ich die Sichten direkt auf das Flipchart auf. Wie üblich, kam es hier anfangs zu Klärungsfragen. Der erste Vorschlag war "Prüfungen und Vorlesungen sollen nicht im selben Stundenplan angezeigt werden." Also habe ich auf dem Chart zwei verschiedene Spalten gemacht. "Prüfungen" und "Vorlesungen". Einer der nächsten Vorschläge war "Man sollte bei einer Vorlesung schon sehen können, wann die Prüfung ist." Auch die weiteren Vorschläge waren keine "Sichten". Ich habe versucht die Vorschläge zu lenken, in dem ich erklärte, was so alles möglich ist. Eine Teilneherin wies mich dann darauf hin, dass man erstmal Vorschläge sammeln sollte und diese später bewerten. Überhaupt widersprach meine Vorgehensweise dem "rücksichtslosen Wünschen", dass ich in der Einleitung angekündigt hatte. Wir gingen also zu einem bewertungsfreien Brainstorming über. Dabei füllten wir vier (4) Blätter des Flipcharts und verbrauchten fast die komplette Zeit. Danach wollte ich wieder ein Bewertung der Ideen vornehmen lassen. Jeder sollte Punkte vergeben. Ein Teilnehmer meinte aber, wir sollten die Ideen erst sortieren. Wir schafften noch die Gruppen "Suche nach ..." und "Benachrichtigung über ...". Da wir schon über die Zeit waren, versuchte ich, wenigstens noch eine konkrete Information zu bekommen: Ich bat die Teilnehmer, doch mal einen Stundenplan aufzuzeichnen, wie sie ihn gern hätten. Das hat nur einer gemacht. Die anderen meinten, ich kann doch einfach Ihren Stundenplan vom letzten Semester nehmen. (Das mache ich natürlich auch!) Das Treffen lief also überhaupt nicht wie geplant. Warum war es trotzdem erfolgreich? Beim Brainstorming kamen neben vielen völlig abgehobenen Vorschlägen auch ein paar Ideen, die man doch realisiern könnte und die völlig neu waren. Ausserdem habe ich jetzt eine gewisse Grenze nach außen: mehr als das genannte sollte ich im Projekt wirklich nicht betrachten. Und ich hatte die Idee zur Stundenplan-Aktion, die sicher auch noch mal "viel bringt". Was ich gelernt habe: Man sollte den Teilnehmer der FG nicht so viel erklären. Das ist keine Weiterbildung. Man muss sich mit Ihnen auf ihrem Erfahrungs- niveau unterhalten. Keine abstrakten Modelle.